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"Wir
vergessen nicht!"
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In Gedenken an den am 19. Januar 2007 ermordeten Hrant Dink -
O-Ton-Dokumentation:
- Verleihung der Hermann Kesten-Medaille 2007 -
Laudatio posthum auf Hrant Dink und die
türkisch-armenische
Wochenzeitung AGOS
- Laudatio: Daniel Cohn-Bendit,
MdEP -
Ludwigshafen am
Rhein, 18. Januar 2008 - Am 15. November 2007 wurde im Hessischen
Staatsarchiv
in Darmstadt die Hermann Kesten-Medaille 2007 posthum Hrant Dink
und der von Hrant Dink gegründeten türkisch-armenischen
Wochenzeitschrift AGOS vergeben. Der 15. November ist der „International
Writers in Prison Day“. Der Preis
ist mit 10.000 Euro dotiert. Das PEN-Zentrum
Deutschland verleiht die Auszeichnung zusammen mit dem Hessischen
Ministerium für Wissenschaft und Kunst.
Hrant Dink gründete
AGOS 1996 und war Herausgeber, Chefredakteur und Leitartikler dieses
Forums, das
sich die Wiederbelebung der armenischen Kultur und den Versöhnungsdialog
mit allen in der Türkei lebenden Minderheiten zum Ziel setzte.
Er mußte sich deshalb in drei Verfahren wegen „Beleidigung
des Türkentums“ nach dem berüchtigten Paragraphen
301 vor Gericht verantworten.
Im Oktober wurde Hrant
Dinks Sohn Arat, ebenfalls wegen „Beleidigung
des Türkentums“ zu einem Jahr Haft auf Bewährung
verurteilt. Arat Dink ist auch Journalist und hat die türkisch-armenischen
Zeitung AGOS von seinem Vater übernommen.
Der PEN verbindet mit
dieser Ehrung die Aufforderung an die türkischen Behörden,
die Hintermänner des politischen
Mordes dingfest zu machen und das Plädoyer für die Abschaffung
des ominösen Paragraphen 301 im türkischen Strafgesetzbuch.
Er erzeugt eine gefährliche
Verengung türkischer Identität, schließt bestimmte
Religionen und Minderheiten aus; er ist mit den europäischen
Prinzipien der Meinungsfreiheit unvereinbar und einer Zivilgesellschaft
unwürdig, so das P.E.N-Zentrum Deutschland.
__________________________________
O-Ton: Laudatio
auf
Hrant Dink und die türkisch-armenische Wochenzeitung AGOS von Daniel
Cohn-Bendit – MdEP, deutsch-französischer Politiker
(Bündnis
90/Die Grünen und Les Verts) und Publizist
Länge
der Aufnahme: 20:28
Min. - Stereo - Aufnahme © radio-luma 2007
Dateiqualität
und Standort der Datei
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der Datei (gerundet)
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29,5 MB
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Abschrift: Laudatio
auf Hrant Dink und die
türkisch-armenische Wochenzeitung AGOS
von Daniel Cohn-Bendit
- Erstellung der autorisierten
Abschrift durch das P.E.N.-Zentrum
Deutschland -
Es gilt das gesprochene Wort.
Guten Tag, meine Damen und Herren,
zugegeben: oft nehme ich die Aufgabe, eine Laudatio zu halten,
nicht an. Ich hatte mir irgendwann einmal sogar geschworen,
ich würde
es nie machen. Dennoch habe ich die Aufforderung des PEN-Clubs
akzeptiert und zwar aus einem einfachen Grund: Ich habe Hrant Dink
mehrere Male getroffen, sowohl in Brüssel als auch in Istanbul;
aus einer Verbundenheit heraus und auch deswegen, weil wir unendlich
viele Stunden um die eine Frage diskutiert haben: Wie kann sich
die Türkei ändern? habe ich angenommen.
Wenn man über die Zeitschrift Agos spricht, dann ist es ganz
klar, dass man vor allem über Hrant Dink redet. Agos, 1996 gegründet,
ist als Zeitschrift viermal gespiegelt. Vier Hauptauseinandersetzungen
werden in dieser Zeitschrift geführt. Die eine ist die Empathie
für die armenische Diaspora, die andere Ebene ist eine Empathie
für die armenische Republik, die dritte ist eine für die
armenischen und türkischen Bürger in der Türkei. Und
wenn man diese drei Spiegelungen zusammenfasst, dann ist das Entscheidende
für Agos der Kampf um Freiheit und Menschenrechte.
In meinen Akten fand ich Unterlagen über eine Veranstaltung,
die die Fraktion der Grünen im Europaparlament 2005 organisiert
hat, und darin steht: Hrant Dink, Editor in Chief, Agos Istanbul,
mit der Rede: “Future Perspective: Next Steps in Armenian Turkish
Relations - What rolls for the EU?” Das heißt: Welche
Rolle wird Europa in dieser Auseinandersetzung haben?
Wenn man sich die Auseinandersetzung um diesen Paragraphen
301 ansieht, handelt es ja, im Grunde genommen, um eine völlig wahnsinnige
Geschichte. Sie treffen den Justizminister, den Staatspräsidenten,
den Ministerpräsidenten und sagen: „Es ist ja genug mit
diesem Paragraph.“ „Ja, sie haben völlig recht,
der muß weg.“ Und dann kommen irgendwelche Nationalisten
und zeigen dann zum Beispiel Arat Dink, Hrants Sohn, an. Wieder für
ein Interview, das in Agos veröffentlich wurde, im übrigen
schon vor zwei Jahren von Reuter. Und schon wieder gibt es eine Verurteilung.
Man fragt sich immer wieder, warum schafft es die Mehrheit im türkischen
Parlament nicht, diesen Paragraphen schlicht und einfach abzuschaffen?
Ich glaube, weil die Türkei im Moment nicht in der Lage ist,
ihre Identitätsfrage einfach zu lösen. Dieser Paragraph
suggeriert, das Türkischsein würde von der Türkei
verteidigt werden. Deswegen ist es geradezu faszinierend und traurig
zugleich, noch einmal nachzulesen, was Hrant Dink gesagt hat. Ich
möchte aus einem Artikel von ihm, der kurz vor seinem Tod in
Agos erschienen ist, zitieren. Ich finde, das ist so beeindruckend
und wenn man dann das Ende kennt, ist es auch nicht nur traurig:
es macht einen hilflos.
Ich zitiere Hrant Dink: „Diejenigen, die mich isolieren, die
mich schwach und schutzlos machen wollen, haben es geschafft. So
viel ist klar. Sie haben es mit ihren falschen und schmutzigen Informationen
fertig gebracht, dass Hrant Dink nun von einem beträchtlichen
Teil der Gesellschaft als jemand betrachtet wird, der das Türkentum
beleidigt. Mein Computerspeicher ist randvoll mit Protest- und Drohbriefen
von Bürgern aus diesem Teil der Gesellschaft. Einen dieser Briefe,
der in Bursa abgestempelt war, habe ich wegen seines bedrohlichen
Inhalts als unmittelbare Gefahr empfunden und deshalb der Staatsanwaltschaft
von Sisli übergeben. Bisher ohne Ergebnis, wie ich hier anmerken
möchte.“
Das war einen Monat vor seinem Tod. „Wie realistisch sind diese
Bedrohungen, wie unrealistisch - ich kann es einfach nicht wissen.
Aber was ich als wahrhaft bedrohlich und unerträglich empfinde,
das ist die psychologische Folter. Ständig nagt an mir die Frage:
Was denken die Leute über dich? Leider bin ich inzwischen auch
recht bekannt und spüre dauernd die Blicke der Leute,
die einander zuraunen: ’Sieh mal, das ist dieser Armenier.’ Und reflexartig
setzt bei mir die Folter ein. Diese Folter besteht zum einen aus
Sorge, zum anderen aus Beunruhigung, teils aus Wachsamkeit, teils
aus Furcht. Ich bin wie eine Taube. Wieso blicke ich mich ständig
um, mein Kopf dreht sich wie ihrer ständig hin und her. Allzeit
wachsam und zum Abwenden bereit.“
Und sein Artikel endet:
„Wahrscheinlich wird 2007 für mich ein noch schwierigeres Jahr.
Einige Gerichtsverfahren dauern an, weitere werden eingeleitet
werden. Wer weiß schon, welchem weiteren Unrecht ich noch ausgesetzt
werde. Aber trotz alledem beziehe ich meine einzige Zuversicht
aus dieser Tatsache. Ja, ich mag mich unruhig fühlen wie eine Taube,
aber ich weiß, dass in diesem Land kein Mensch einer
Taube etwas zu Leide tut. Mitten in der Stadt und in der Menschenmenge
können die Tauben ihr Leben leben. Etwas furchtsam, ja,
aber auch frei.“
Das war kurz vor seinem Tod, bevor er erschossen wurde.
Was aus diesem Artikel spricht, ist, die unglaubliche Zuversicht,
ja grade die Liebe, die Hrant Dink zu den Menschen in der
Türkei
hatte. Das zeigt sich auch in dem, was vorhin aus dem „Stern“ zitiert
wurde, aus dieser Auseinandersetzung mit der Journalistin. „Warum
gehst du nicht?“ „ Ich will nicht gehen!“ hat er
immer gesagt. „Ich will nicht weg. Das ist mein Land, in diesem
Land will ich, dass daraus ein freies Land wird.“ Und es ist
wirklich sehr interessant auch, weil oft gesagt wird, daß die
Türkei nicht Mitglied der Europäischen Union sein kann,
bevor sie nicht mit sich und ihrer Geschichte ins Reine kommt.
Das war nicht Hrant Dinks Ansatz. Und es war nicht sehr
schön,
als das französische Parlament ein Gesetz verabschiedet hat,
das unter Strafe stellte, wenn man den Holocaust an den Armeniern
leugnet. Dazu hat Hrant Dink gesagt: „ Ich muss nach Frankreich,
ich muss sagen: Ich leugne den Holocaust an den Armeniern.“ Weil
er immer gesagt hat: So kann man mit dieser Frage an die Türkei
nicht heran gehen. Man kann nicht einfach per Gesetz etwas durchsetzen,
was eine Gesellschaft sich selbst durch Überlegung und Diskussion
erarbeiten muss. Ja, er war, wie mein Freund Cem Özdemir es
einmal richtig geschrieben hat, ein Friedensstifter. Für ihn
war die Hauptaufgabe: Wie schaffe ich Frieden in der Türkei
und wie können die Türken in der Türkei mit uns Armeniern
Frieden finden und auch Frieden mit ihrer eigenen Geschichte? Das
war sein Ansatz.
Deswegen war im Oktober 2005 eine große Hoffnung von uns allen
damit verbunden, als in Istanbul in einer Universität eine erste öffentliche
Debatte über Mord, Massaker, Holocaust an den Armeniern stattfand.
Die Nationalisten haben bis zum letzten versucht, diese öffentliche – „wissenschaftliche“ ist
ein großes Wort - historische Debatte zu verhindern. Im letzten
Augenblick hat die damalige Regierung von Erdogan durchgesetzt, dass
sie stattfand. Und sie hat stattgefunden. Als ich Hrant Dink einige
Tage später traf, war er noch ganz aufgewühlt. „Es
geht voran. Wir sind dabei. Es bewegt sich was in diesem Land.“ Für
ihn war das etwas, was fünf Jahr später undenkbar war,
undenkbar. Es waren auch türkische Historiker, die angefangen
haben zu diskutieren. „Ja, es war Mord.“ Ob sie die Worte „Massaker“ oder „Holocaust“ verwendet
haben, war in diesem Moment nicht entscheidend. Aber dass sie gesagt
haben: „Ja, den Armeniern ist Unrecht getan worden“,
war der Beginn einer wesentlichen und sehr wichtigen Auseinandersetzung.
Ich habe die Zitate, die ich Ihnen noch vorlesen will,
leider nur auf Englisch und auf Französisch. Ihre deutsche Fassung habe
ich auf die Schnelle nicht gefunden. Sie machen klar, warum diese
Zeitschrift Agos, die aus den Gedanken von Hrant Dink lebt und wie
er in die Auseinandersetzung mit den Türken geht, so prägend
ist. Er fragte nach dem Sinn der Auseinandersetzung mit der Geschichte.
Es ging ihm nicht darum, dass die Türken heute sagen: „Wir
sind schuldig, wir sind schlimm, wir sind schuldig, wir sind schlimm.“ Er
wollte vielmehr, dass in der Türkei durch das Akzeptieren dessen,
was 1915 passiert ist, die Nachfahren der Menschen, die massakriert
wurden, ein bisschen Ruhe finden und die Möglichkeit haben,
sich wiederum mit diesem Land zu versöhnen.
An dieser Universität, wo diese Debatte 2005 stattfand, hat
Hrant Dink eine einfache Geschichte erzählt und man sah im Publikum
Menschen mit Tränen in den Augen. Er hat den Fall einer Armenierin
erzählt, die einfach in Sivas beerdigt werden wollte und die
nicht wieder heimdurfte. Diese Geschichte hat er ganz einfach erzählt
und er sagte, das sei der Sinn der Verarbeitung: dass die Menschen,
die in der Diaspora leben, Frieden finden können. Und dann fügte
er die Frage hinzu: „Warum ist es in der Türkei so schwer,
das zu akzeptieren?“
Ich zitiere aus einem
Dokumentarfilm des englischen „Screamers“ – ich
werde es danach auch schnell übersetzen:
„There are Turks who don’t admit that their ancestors committed
genocide. If you look at them they seem to be nice people. So, why
don’t they admit it? Because they think that genocide is a
bad thing which they would never want to commit and because they
can’t believe their ancestors would do such a thing
either.”
„Es gibt Türken, die nicht akzeptieren wollen, dass irgendwelche
Vorfahren einen Völkermord begangen haben. Und wenn ihr diese
Leute anschaut, dann sind es ganz nette, liebevolle Menschen. Warum
wollen sie das nicht akzeptieren? Weil sie glauben, dass Völkermord
etwas ganz Schreckliches ist und sie nicht akzeptieren
wollen, dass ihre Vorfahren so etwas Schreckliches getan
haben.“
Diese Fragestellung, wer Völkermord betreiben kann und wer nicht,
kennen wir ja aus der deutschen Geschichte kennen und aus vielen
Geschichten. Und sie ist ja nicht einfach zu beantworten. Die Menschen,
die solche Verbrechen begehen, sind nicht genetisch vorprogrammiert.
In einem bestimmten Moment wird der Mensch zum Tier, zum Mörder.
Und jeder kann es oder kann es nicht werden. Die Entscheidung darüber
ist sehr schwierig. Ich glaube, Hrant Dink wollte einfach suggerieren: „Ich
weiß, die Menschen, die das getan haben, sind nicht immer einfach
von vornherein böse; die Gesellschaft hat sich in
einer bestimmten Zeit einem Wahn hingegeben. Und das
muss man nur anerkennen.“
Hrant Dink versuchte immer, den Unterschied herauszufinden
zwischen der radikalen, ja gerade hassintensiven Position
der armenischen
Community im Ausland und einer gewissen Gelassenheit,
die die Armenier in der Türkei hatten. Ihre Gelassenheit bestand nicht darin,
dass sie nicht diskutieren wollten, sondern dass sie andere Anforderungen
an die Diskussion stellten. Sie fragten, „wie man dahin kommt“ und
waren immer dagegen, dass gefordert wurde: „Erst die Anerkennung
des Völkermordes und dann wird die Türkei z.B. beitreten
können.“ Ihre Argumentation war: Erst wenn die Türkei
so weit, so demokratisch ist, dass sie beitreten kann, wird eine
Folge davon die Anerkennung sein. Und dadurch wird eine Öffnung
in der Debatte stattfinden.
Er versuchte, die Unterschiede zwischen den Armeniern,
die in der Türkei als kleine Minderheit leben, und den Armeniern in Frankreich
oder in anderen Ländern, wo sie sehr militant sind, zu erklären.
Ich zitiere auf Französisch und dann übersetze
ich es:
« Mais les Arméniens vivant en Turquie ont cette chance que
les autres n’ont pas. C’est de ne pas vivre
le traumatisme que vivent les autres. »
„Die Armenier, die in der Türkei wohnen, haben eine Chance, nämlich
ein Trauma nicht zu leben, das die anderen im Ausland
haben. Was ist das?“
«
Nous disposons d’un moyen de lutter contre ce traumatisme et
c’est de vivre avec les Turques. »
„Wir haben die Möglichkeit, gegen ein solches Trauma zu kämpfen
und die Möglichkeit besteht, dass wir mit den Türken
leben.“
« Si vous arrachez un être vivant de la terre sur laquelle il
a vécu pendant des siècles, vous le vouez
de le livrer au néant. »
„Wenn Sie einen Menschen aus der Erde rausreißen, wo er Jahrhunderte
gelebt hat, dann verurteilen Sie ihn zum Nichts, zur
Leere, denn er hat seine Wurzeln nicht mehr.“
« Le peuple arménien vit ce traumatisme et la douleur de ne
plus être lier à ses racines. »
„Das armenische Volk lebt dieses Trauma, diesen Schmerz, nicht mehr
am Ort dieser Wurzeln leben zu können.“
„Et même si la naissance d’un état arménien
peut apparaitre comme un élément susceptible de faire
disparaitre ce traumatisme, l’ampleur du traumatisme empêche
qu’il soit enlevé. »
« Auch wenn die Gründung eines armenischen Staates, der armenischen
Republik, ein bisschen dieses Trauma lindern kann, ist
die Größe
des Traumas, seine Intensität so groß, dass
dies nicht genügt.“
Aber vielleicht genügt die Idee, sie könnten sich anders
auseinandersetzen in der Türkei, weil sie mit den
Türken
leben. Das bedeutet, daß sie mit Menschen leben,
die einerseits anders und andererseits gleich sind. Es
ist eine gemeinsame Kultur
und deswegen ist es für Agos wichtig darzustellen,
wie die armenische Kultur ein Teil der türkischen
Kultur ist, ob im ehemaligen osmanischen Reich oder heute
-. ein Teil des Lebens, der überlieferten
Kultur, der Türkei. Ich finde, dass ist das Großartige
an dieser Zeitschrift. Sie wird natürlich die Gedanken
Hrant Dinks, sein Erbe, weiter tragen.
Und das zum Schluß: Diese Zeitschrift hat eine Auflage von
6.000 Stück. sie ist keine Massenzeitschrift, aber
sie hat eine Bedeutung, die weit über diese Auflage
hinausgeht. Sie wird zitiert und wieder zitiert. Warum?
Weil dies die türkische Gesellschaft
weiß und immer mehr weiß, dass sie sich dieser
Auseinandersetzung stellen muss. Und wenn es diese Zeitschrift
Agos noch lange gibt,
wird der Türkei immer klarer werden: sie muss sich
dieser Auseinandersetzung stellen. Deswegen ist dieser
Preis nicht nur gerechtfertigt, sondern
wichtig und deswegen sollten noch viele Preise folgen,
damit diese Zeitschrift weiterhin in der Türkei
existieren kann.
Ich beglückwünsche
Sie.
__________________________________
Weitere
Informationen im Internet:
Die Internetpräsenz der türkisch-armenischen Zeitschrift
AGOS erreichen Sie unter: www.agos.com.tr.
Nachtrag
aktuelle Informationen bei tagesschau.de:
Gedenken an Hrant Dink in Istanbul
Tausende erinnern an ermordeten Journalisten - tagesschau.de am 19.01.2008
- 16:43 Uhr
Gedenkfeier
zum Jahrestag des Mordes an Hrant Dink in Istanbul -
Hörfunkbeitrag von Ulrich Pick (SWR), ARD-Hörfunkstudio
Istanbul am 19.01.2008 - 21:58 Uhr, Dauer: 2,03 Min.
Schreiben
des P.E.N.-Zentrums Deutschland mit einem Apell u.a. an den Premierminister
der Türkei
Recept Tayyip Erdogan vom 19.12.2007 zur Abschaffung von Artikel 301
im türkischen Strafgesetzbuch ("Verunglimpfung des Türkentums")
- [1 S. PDF-Datei auf einer separaten Seite]
Informationen über
Leben und Werk von Hermann Kesten: www.kesten.de.
Die Internetpräsenz
vom P.E.N.-Zentrum Deutschland erreichen Sie unter: www.pen-deutschland.de.
Die Startseite
vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst erreichen
Sie unter: www.hmwk.hessen.de.
Der Standard in Wien: "Schmähpost
und Drohanrufe - Ein Jahr nach dem Mord an Hrant Dink in Istanbul:
Hintermänner im Dunkeln", vom 17.01.2008.
Weitere
Informationen zum Thema hier im Archiv:
Pressemitteilung
von der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte
(IGFM) zum 1. Jahrestag der Ermordung des armenischen Journalisten
und Menschenrechtlers Hrant Dink in Istanbul vom 18.01.2008.
O-Ton
und Textfassung vom Writers-in-Prison-Bericht des P.E.N.-Zentrums
Deutschland zur Frankfurter Buchmesse 2007 im Rahmen
der Pressekonferenz am 11. Oktober 2007
Der
Writers-in-Prison-Bericht 2007 zur Pressekonferenz als PDF-Datei (2 Seiten, rd. 1,1 MB)
Der P.E.N. und seine Writers in Prison-Komitees (2 Seiten, 0,8
MB PDF)
Der
Aufruf der 169 türkischen
Künstler und
Intellektuellen vom 26. Dezember 2005 gegen die Paragraphen 301 und
305 im originalen türkischen Wortlaut und deutscher Übersetzung
("Herabsetzung des Türkentums") mit der Namensliste
der UnterzeichnerInnen.
Dieser Aufruf war in der türkischen Tageszeitung
"Hürriyet" abgedruckt und wurde seinerzeit auch von Hrant
Dink unterzeichnet.
Pressemitteilung
von "Reporter ohne Grenzen": "Türkei:
Arat Dink wegen "Beleidigung des Türkentums" verurteilt,
vom 12. Oktober 2007
Aufruf
vom International PEN: "TURKEY: PEN Protests
Sentences under Article 301", vom 12. Oktober 2007
Übersetzung vom Aufruf vom International PEN: "TÜRKEI:
Der Internationale P.E.N. protestiert gegen Verurteilungen nach Paragraph
301", vom 12. Oktober 2007
Interview
mit Dr. Sigfrid Gauch, Vizepräsident
und Writers-in-Exile-Beauftragter des P.E.N.-Zentrums Deutschland
- Thema: Die Funktion des Writers-in-Exile-Programms
- O-Ton und Textfassung vom 12. Oktober 2007, Frankfurter Buchmesse
Dossier:
Prozeßauftakt gegen Orhan Pamuk wegen "Herabsetzung
des Türkentums" am 16. Dezember 2005 in Istanbul
- Ein Dossier mit einem Augenzeugenbericht der Delegation des International
PEN vom Prozeßbeginn -
Veröffentlichung
dieser Seite am 18. Januar 2008