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P.E.N.-Vorkongress
2006:
Begrüßung und Einleitung
durch Wilfried F. Schoeller, Generalsekretär vom P.E.N.-Zentrum
Deutschland Meine Damen und Herren, darf ich Sie bitten Platz zu nehmen. Meine Damen und Herren, ich begrüße Sie herzlich zu unserer heutigen Tagung. Ich tue dies auch im Namen der Akademie der Künste, die uns nicht nur ein Gastrecht gewährt hat, sondern auch unsere Bemühungen als Partner unterstützt. Dafür sei herzlich gedankt. [Beifall aus dem Publikum] Ja! Beifall verdient! Wir befassen uns heute im Rahmen einer ganztägigen Tagung mit der
Rolle des Schriftstellers in der Mediengesellschaft, mit der Selbstvergewisserung
der Autoren in einem schwer übersehbaren Feld juristischer, technologischer
und auch natürlich utopischer Erwartungen. Vielleicht bieten die
Medien eines der letzten Heilsversprechen nach der Säkularisierung
und Nivellierung aller möglichen anderen Erwartungen. Die Stichworte
heißen zum Beispiel Freiheit, ungehinderter Zugang, Selbstbestimmung,
kommunikative Vernetzung, Fortschritt, die Emanzipation des Individuums
durch die Verfügung über die Wissensquellen, schließlich
basisdemokratische Enthierarchisierung der Eliten. Das sind immerhin
einige der Versprechen, die von der Mediengesellschaft ausgehen. Adressat
aller dieser Zielwerte ist der „User“. Der Vormittag der heutigen Tagung gilt den urheberechtlichen Fragen, der Nachmittag den Selbstverständnisfragen, die Abenddiskussion dann der Frage: „Wie frei ist unsere Mediengesellschaft?“ Das sind natürlich dann die politischen Implikationen. Diese Veranstaltung ist als Vorkongress zum Weltkongress des PEN gedacht, der vom 22. bis 28. Mai auf dem Gendarmenmarkt stattfinden wird. Er ist zum dritten Mal in Deutschland nach 1926 und nach 1986 in Hamburg. Dort erwarten wir als Gastgeber die meisten der gegenwärtig 141 PEN-Zentren, die es in aller Welt gibt. Sie sind alle schon heute eingeladen, die Veranstaltungen mit rund fünfzig internationalen, hochrenommierten Autoren zu besuchen. Vor der Glastür gibt es einen Flyer. Da können Sie genau unser Programm entnehmen. Wir sind der Bundesregierung zu Dank verpflichtet, da sie durch den Bundesbeauftragten für Kultur und Medien dieses Vorhaben geradezu ursächlich unterstützt. Ein Grußwort spricht nun Prof. Hermann Schäfer, Leiter der Abteilung Kultur und Medien, in Vertretung des Staatsministers, Herrn Neumann. Darf ich Sie bitten! [Applaus] ___________________________________ Weitere Informationen hier im Archiv: ..
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