Logo www.o-ton.radio-luma.net und Link zur Startseite. Das Logo zeigt drei Piktogramme. Dies sind urprünglich Gebotsschilder der Berufgenossenschaften für Augenschutz, Ohrenschutz sowie Staub- bzw. Atemschutz. Diese kreisrunden Gebotsschilder sind zu einem vereint montiert. Dies ist als ironische Anspielung auf die drei Affen: Ich sehe nichts - Ich höre nichts - Ich sage nichts, zu verstehen.

Das offene Archiv mit
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FÜR EINE NEUE SACHLICHKEIT
IN DER GESELLSCHAFT


 
 
 
 

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P.E.N.-Vorkongress 2006:
Kapitulation oder neue Herausforderung?
Schriftsteller in der Mediengesellschaft
am 24. März 2006 in der Akademie der Künste, Berlin

Abschrift vom O-Ton:
Moderation Wilfried F. Schoeller anläßlich des P.E.N.-Vorkongresses:

Der O-Ton der Moderation, mit einer Länge von 2:32 Minuten, steht im mp3-Format in drei Dateigrößen wie folgt zur Verfügung:

48 KB/s (rd. 1,0 MB)
URL: http://www.o-ton.radio-luma.net/mp3/240306_PEN-vorkongress_14_48.mp3
96 KB/s (rd. 2,0 MB)
URL: http://www.o-ton.radio-luma.net/mp3/240306_PEN-vorkongress_14_96.mp3
192 KB/s (rd. 4,0 MB)
URL: http://www.o-ton.radio-luma.net/mp3/240306_PEN-vorkongress_14_192.mp3

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Wilfried F. Schoeller.  © www.radio-luma.net
Wilfried F. Schoeller
Foto: © www.radio-luma.net

 

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Moderation Wilfried F. Schoeller

Nach den urheberrechtlichen Fragen, die uns heute Vormittag beschäftigt haben, die uns wegen ihrer Brisanz natürlich auch den ganzen Tag hätten beschäftigen können und es gibt sehr viele, im Grunde genommen nicht besprochene Einzelheiten die da sehr gravierend sind, wenden wir uns heute Nachmittag unseren Selbstverständnisfragen zu.

Der Nachmittag ist drei- oder vierfachgeteilt zunächst beginnt Karlheinz Braun. Er hat sich ein Thema heraus gesucht „Die Vertreibung des Autors aus dem Theater“. Eine sehr provozierend klingende Bemerkung. Karlhein Braun aber kennt das Theater und kennt auch die Theaterautoren natürlich seit vielen Jahrzehnten. Er war lange Jahre Leiter des genossenschaftlichen Verlags der Autoren, des damals führenden Bühnenvertriebsverlags und seit seiner Gründung in der Akademie der darstellenden Künste in Frankfurt, wo er eine, wie ich finde segensreiche Rolle gespielt hat.

Für sein Thema gibt es viele Anhaltspunkte. Der allerletzte ist der ihnen aus der Zeitung bekannte Kontroverse im Frankfurter Theater, die da sehr lebhaft ausgetragen worden ist mit vielen Redenbeiträgen auch, mit vielen Zeitungsbeiträgen über den Theaterkritiker auf der einen Seiten, den Theaterkritiker Stadelmeyer und auf der anderen Seite das Theater, Schauspieler usw.. Bei einer dieser Veranstaltungen im Frankfurter Schauspiel, die dann drei Stunden dauerte, ging es dann plötzlich um etwas ganz anderes und das zeigt die Brisanz dieser Angelegenheit. Es stand jemand auf vom Desch Bühnenvertrieb und sagte: Meine Damen und Herren ich vertrete die Rechte von Ionesco, der hier gespielt wird und jedes Gericht dieser Welt würde mir Recht geben, wenn ich diese Aufführung verbieten lassen wollte, denn es sind in dieser Aufführung nur zwanzig Prozent des Textes von Ionesco. Alles andere ist Zutat und irgendwie anderes Material und tatsächlich ist dann diese Angelegenheit auch verändert worden. Es heisst eben nicht mehr ein Stück nach Ionesco sondern es trägt einen ganz anderen Namen. Der Name Ionesco ist gestrichen worden. Da sieht man wie unter dem Wort oder der Fanfare des Regietheaters Praktiken greifen, die wir uns vielleicht ein bisschen mit Hilfe von Karlheinz Braun etwas genauer ansehen.

Darf ich sie bitten!

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