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DER
UNABHÄNGIGE MEDIENDIENST
FÜR EINE NEUE SACHLICHKEIT
IN DER GESELLSCHAFT
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Über Abhängigkeit
im Journalismus
Auch dieser Mediendienst ist abhängig. Abhängig vom unabhängigen
Geist seiner Förderinnen und Förderer.
Schaut
man in die Landschaft von gemeinnützigen, unabhängigen Medienprojekten im Internet, so kann einem schon mal dieser offensichtliche
Widerspruch vor Augen kommen: „Unabhängiger Journalismus braucht
unabhängiges Geld.“, wird in einem Aufruf zur Förderung
getitelt. Im Kern eine wichtige Aussage, die auch diese Redaktion unbedingt
als Zielsetzung versteht. Nur ist diese Fundstelle im world wide web
ihrerseits u.a. durch ein Werbebanner eines Internetanbieters gekrönt
und zeigt zumindest in unserem Verständnis einen Widerspruch, um
nicht sagen zu müssen: Hier wird oberflächlich gearbeitet und
möglicherweise auch mit der Oberflächlichkeit der Leserinnen
und Leser „gespielt“.
Wachsende Abhängigkeit zum Kapital wird insbesondere zunehmend
bei den Printmedien offensichtlich. Hier zeigt sich häufig der bereits
allgemein bekannte Mechanismus:
Die Verlage müssen sparen.
Sie sparen auch am Personal in den Redaktionen.
Folge: Immer mehr Arbeit für immer weniger RedakteurInnen.
Weitere Folge: Immer häufiger wird unter dem Druck des Alltags ungeprüft
Material von PR-Agenturen 1:1 übernommen.
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Und last but not least: Immer weniger Praktikumsplätze in den Redaktionen.
Hier schaufelt sich doch der gewissenhafte Journalismus sein eigenes
Grab. Diese Erkenntnis sollte doch als akute Fragestellung in möglichst
weiten Kreisen in der Öffentlichkeit und vor allen Dingen bei den
Verlegern mehr diskutiert werden ..
Ein Blick
auf die öffentlich-rechtlichen Medien: Um mit den Quoten
der kommerziellen Sender mithalten zu können, sind auch hier die
immer „schnelleren“ und immer „exklusiveren“ Statements
sowie Interviews gefordert. Die Weltgeschichte in 1:30 Min. ...
In Bezug auf unseren ersten eigenen Beitrag, „Sag
mir wo die Blumen sind ..“ bemerkten einige KollegInnen
bei den öffentlich-rechtlichen
spontan: „Dieser Beitrag hätte auch zum Format unserer Redaktion
gepaßt ..“, um dann umgehend inne zu halten und festzustellen,
daß dann unabhängig von der Partei bei einem solchem veröffentlichten
Schriftwechsel Interviewwünschen für eine gewisse Zeit mutmaßlich
bis in die tiefste Provinz nur recht zögerlich entsprochen worden
wäre
..
radio-luma.net
will hier keine pauschale Schelte üben, noch sich als
die „wahrhaftig“ Journal-Schaffenden profilieren. Wir verstehen
die Zwänge in Redaktionen anderer Formate ...
In eine Richtung jedoch stellen sich konkret und immer wieder
aktuell Fragen in der unendlichen Debatte um korrekten Journalismus:
Was wird nun durch die Fusion der erweiterten Medienmacht im Hause Springer
an neuen demokratieverachtenden Veröffentlichungen künftig produziert
werden? Quote und Umsatz um jeden Preis?
Am 23. Oktober 2003 titelte <panorama>,
das Politikmagazin vom NDR, wie folgt: "Blablabla vom Boulevard – Bild-Kampagne
diffamiert Politiker und Parlamente". <panorama> zeigt noch heute
eindringlich auf, wie dieses Blatt den Deutschen Bundestag u.a.
mit "Schwatzbude"
und als "Hühnerstall Berlin" bezeichnete. Diesen Beitrag
können Sie als Video im Archiv von <panorama> sehen
bzw. das Manuskript als RTF-Datei herunterladen: http://www.ndrtv.de/panorama/archiv/2003/1023/bildzeitung.html.
Uns hat diese Arbeit wiederum animiert seinerzeit Herrn Dr. Peter Gauweiler
und Herrn Lafontaine anzuschreiben und zu fragen: "... wie es mit deren
Gewissen steht, für die bekanntermaßen häufig unsachliche
Tageszeitung aus Hamburg anhaltend Kolumnen zu schreiben."
Diesen Schriftverkehr können
Sie unter:
http://www.radio-luma.net/html/body_politik_bizarr.html#investigativen,
hier nun selbst unter Ihren kritischen Augenschein nehmen.
Eines von dieser Stelle vorab: Dr. Gauweiler
hat umgehend antworten lassen, hingegen hat der wieder im Licht der Öffentlichkeit
stehende Politiker von der Saar trotz Zusage bis heute nicht geantwortet
und übt sich nun seinerseits in hetzenden, die Menschen
im Land spaltenden Sprüchen.
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